Woher kommen die Flurnamen?

Mit­ten in der Gemar­kung gab es den Namen „Kirch­stätte“. Meine Groß­tante erzählte mir davon, dass in ihrer Kin­der­zeit dort eine Kapelle gestan­den habe. Am Sonn­tag seien die Mäd­chen immer dort­hin gegan­gen und hät­ten eine kurze Andacht ver­rich­tet . Ich kann mich auch noch erin­nern, dass bis zur Flur­be­rei­ni­gung noch der Platz da war. Es stan­den ein Mis­si­ons­kreuz und ein Lin­den­baum dort. Der Platz war so ange­legt, dass kein Acker auf den Platz stieß und er so von kei­nem Gespann betre­ten wurde. Das war schon ein geo­me­tri­sches Kunststück.

  • Der Flur­name „Oster­berg“: Dort soll in grauer Vor­zeit ein Opfe­r­al­tar gestan­den haben, der der Göt­tin Osta­ria geweiht war.
  • Der Flur­name „Imm­en­tal“: In der Vor­zeit gab es hier viele wilde Bienen.
  • Der Flur­name „Biber­lein“: Er erin­nert wohl daran, dass hier frü­her Biber gehaust haben.

So hat jeder Name seine Bedeutung.

Es gibt auch eine Flur mit Namen „Rie­der“. Sie bil­det ein klei­nes Tal zwi­schen Gau­kö­nigs­ho­fen und Rit­ters­hau­sen. Es gab auch einen klei­nen Wald dort mit drei Quel­len. Alle drei hat die Stadt Och­sen­furt für die Was­ser­ver­sor­gung auf­ge­kauft. Zu mei­ner Kin­der­zeit lager­ten dort immer die Zigeu­ner. Kurz, bevor ich gebo­ren wurde, ist der Poli­zei­die­ner von Gau­kö­nigs­ho­fen, der den Streit schlich­ten wollte, ersto­chen wor­den.
Ja, diese Auf­zeich­nun­gen sind schon inter­es­sant, und man kann sagen: „Lang, lang ist’s her!“

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