Heiße Sommer

Ich kann mich noch an diese Som­mer erin­nern. Es war am Anfang der 30er Jahre, da war es im Som­mer so heiß, dass man nur nachts das Getreide vom Felde heim­fah­ren konnte. Da sind wir um 3 Uhr in der Frühe hin­aus­ge­fah­ren, um die Gar­ben zu holen, denn unter­tags wären die gan­zen Kör­ner ausgefallen.

Auch kurz nach dem Kriege, als ich schon selb­stän­dig war, gab es auch einen sehr hei­ßen und tro­cke­nen Som­mer. In der gan­zen Gemar­kung fand man kein grü­nes Fleck­chen mehr. Gegen 4 Uhr mor­gens bin ich hin­aus­ge­fah­ren, um für die Kühe etwas Fut­ter zu fin­den. Da habe ich am Thier­bach grüne Schlut­ten aus­ge­macht. Ich mähte sie, lud sie auf und fuhr sie heim. Sogar das grüne Kar­tof­fel­kraut habe ich als Fut­ter für die Kühe abge­schnit­ten. Nach der Ernte war es unmög­lich, die Stop­pel­fel­der zu ackern. So hart und aus­ge­trock­net war der Boden. Die Zucker­rü­ben sind beim Her­aus­ma­chen abgebrochen.

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