Erinnert

Un wall i grod zun Fans­ter naus­guck und die schöa Schnee­land­schaft betracht, fällt mir no wos ei: As wor 1918. Dar Kri­ach war aus. Wars Glück khoht hat, it hämm­kum­ma, außr dara in Gfan­gen­schaft. A häm­mer a Kom­pa­nie Sold­o­ta in unnerm Dorf eiquar­tiert khoht. In dr Pfalz wora se drhemm. Dia hämm nit hämm­ge­könnt, weil dia Pfalz vo dr Fran­zo­sa besetzt wor. Do hot sich dia Jugend zammt­unt zun Schlit­ta­foh­ra drun­na dr mitt­lern Stäich. Wos wor do los! Alles bis zua 30 Jahr wor ver­tra­ta. Kee Wun­ner, noch üwer vier Jahr Kri­ach, wor jedr fro­ah, doß wid­der Frie­da wor. Mir drhemm howa vier Sold­o­ta khoht. I bin ja erscht kurz vor Weih­nach­ta ent­las­sa worn, ower dös Neu­joahr hob i drfür erlabt. Wos wor dös für a Schessa! Tau­send Löicht­ku­chel erhell­te dia Nocht. Mir sal­wer höwa a Infantrieg’wehr khoht un a viel Muni­ti­on. Dia deut­sche Sold­o­ta höwa ja alls mit hämm­ge­bracht. Nach emm Joahr höwa die Trup­pa wie­der hämm­ge­könnt. Aller­dings nur in Zivil­klei­dung. Sou gawats no sou­viel zo v’rzähla, daß‘s a dicks Buach gawet.

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