Archiv des Autors: Konrad Dürr

Vom Flachsanbau

In den beiden Weltkriegen wurde jedem Bauern vorgeschrieben, ein entsprechendes Stück Feld mit Flachs zu bebauen. Im Frühjahr wurden kleinere Flächen mit der Hand, größere mit der Maschine gesät. Nach dem Auflaufen des Saatgutes musste darauf geachtet werden, dass das … Weiterlesen

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Vom Leben der Juden

In unserem Dorf lebten einige Juden, auch waren eine Synagoge und eine Judenschule da. Was die Religion betrifft, waren sie sehr gläubig. Es gab keinen, der samstags nicht in die Synagoge ging. Sie feierten streng ihren Sabbat, besser als manch … Weiterlesen

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Gute und böse Leute

In meiner Jugend sind Dinge im Stall oder im Haus passiert, die unerklärlich gewesen sind. War es so oder war es nur Einbildung? Auch gab es Menschen mit erstaunlichen Fähigkeiten. In Gaukönigshofen lebte damals ein Mann, der besaß sie. War … Weiterlesen

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Todesvorboten

Von früher her ist der Glaube im Volk, dass sich beim Herannahen eines Todesfalles gewisse Anzeichen zeigen. Wenn die Käuzchen „Geh mit! Geh mit!“ schrien, wusste man, dass jemand sterben musste. Wenn die Pferde vor einem Haus, in dem ein Schwerkranker … Weiterlesen

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Weihnachts- und Osterbräuche in meiner Jugendzeit

Am Weihnachtsabend, kurz vor der Mette, banden die alten Leute Strohseile um ihre Obstbäume, damit sie im kommenden Jahr reiche Frucht brächten. Ein besonderer Spezialist war dabei das Rummels Herrle. Hinter seiner Scheune besaß er einen großen Obstgarten. Wenn ich mich … Weiterlesen

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Das Totenkäuzl

In meiner Jugendzeit, vor der Flurbereinigung, gab es Käuzchen und sonstige Nachtvögel in reichem Maße. Kein Wunder, im Wiesengrund standen viele Bäume, besonders alte Stockweiden, die mit den vielen Höhlen zahlreiche Nistplätze anboten. Allabendlich konnte man den Ruf der Käuzchen … Weiterlesen

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Erinnert

Un wall i grod zun Fanster nausguck und die schöa Schneelandschaft betracht, fällt mir no wos ei: As wor 1918. Dar Kriach war aus. Wars Glück khoht hat, it hämmkumma, außr dara in Gfangenschaft. A hämmer a Kompanie Soldota in … Weiterlesen

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Nachtrag

Und wie ist es der Dreschmaschinengarnitur ergangen? Als die Mähdrescher aufkamen und die Dreschmaschine nicht mehr gebraucht wurde, übergoss man Dreschkasten und Presse mit Benzin und zündete sie an. Es gab so viele leere Scheunen, wo man sie hätte abstellen … Weiterlesen

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Von der Gaubahn

Weil ich mich heute mit der Bahn befasse, möchte ich einige wenige Erinnerungen niederschreiben. Was war nicht alles los auf unserem Bahnhof. Es verging fast kein Tag, an dem nicht fünf bis zehn Waggons abgestoßen wurden. Da war einmal das … Weiterlesen

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Kriegsende und die Zeit danach

1. April 1945. Brände überall, wohin man nur schaute Feuer. Die amerikanischen Panzer standen vor dem Dorf und die deutschen Soldaten lagen an der Wolkshäuser Straße. Entlang dieser Straße fand man später in den Schützenlöchern Gefallene. Es gab keinen Widerstand … Weiterlesen

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