Archiv des Autors: Konrad Dürr

Vom Flachsanbau

In den bei­den Welt­krie­gen wurde jedem Bau­ern vor­ge­schrie­ben, ein ent­spre­chen­des Stück Feld mit Flachs zu bebauen. Im Früh­jahr wur­den klei­nere Flä­chen mit der Hand, grö­ßere mit der Maschine gesät. Nach dem Auf­lau­fen des Saat­gu­tes musste dar­auf geach­tet wer­den, dass das … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter 1914–1918, 1939–1945, Landwirtschaft | Kommentare deaktiviert

Vom Leben der Juden

In unse­rem Dorf leb­ten einige Juden, auch waren eine Syn­agoge und eine Juden­schule da. Was die Reli­gion betrifft, waren sie sehr gläu­big. Es gab kei­nen, der sams­tags nicht in die Syn­agoge ging. Sie fei­er­ten streng ihren Sab­bat, bes­ser als manch … Wei­ter­le­sen

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Gute und böse Leute

In mei­ner Jugend sind Dinge im Stall oder im Haus pas­siert, die uner­klär­lich gewe­sen sind. War es so oder war es nur Ein­bil­dung? Auch gab es Men­schen mit erstaun­li­chen Fähig­kei­ten. In Gau­kö­nigs­ho­fen lebte damals ein Mann, der besaß sie. War … Wei­ter­le­sen

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Todesvorboten

Von frü­her her ist der Glaube im Volk, dass sich beim Her­an­na­hen eines Todes­fal­les gewisse Anzei­chen zei­gen. Wenn die Käuz­chen „Geh mit! Geh mit!“ schrien, wusste man, dass jemand ster­ben musste. Wenn die Pferde vor einem Haus, in dem ein Schwer­kran­ker … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter 1899–1913, Aberglaube, Familie, Schicksalsschläge | Kommentare deaktiviert

Weihnachts– und Osterbräuche in meiner Jugendzeit

Am Weih­nachts­abend, kurz vor der Mette, ban­den die alten Leute Stroh­seile um ihre Obst­bäume, damit sie im kom­men­den Jahr rei­che Frucht bräch­ten. Ein beson­de­rer Spe­zia­list war dabei das Rum­mels Herrle. Hin­ter sei­ner Scheune besaß er einen gro­ßen Obst­gar­ten. Wenn ich mich … Wei­ter­le­sen

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Das Totenkäuzl

In mei­ner Jugend­zeit, vor der Flur­be­rei­ni­gung, gab es Käuz­chen und sons­tige Nacht­vö­gel in rei­chem Maße. Kein Wun­der, im Wie­sen­grund stan­den viele Bäume, beson­ders alte Stock­wei­den, die mit den vie­len Höh­len zahl­rei­che Nist­plätze anbo­ten. All­abend­lich konnte man den Ruf der Käuz­chen … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter 1899–1913, Aberglaube, Dorfleben, Familie | Kommentare deaktiviert

Erinnert

Un wall i grod zun Fans­ter naus­guck und die schöa Schnee­land­schaft betracht, fällt mir no wos ei: As wor 1918. Dar Kriach war aus. Wars Glück khoht hat, it hämm­kumma, außr dara in Gfan­gen­schaft. A häm­mer a Kom­pa­nie Sol­dota in … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter 1914–1918, Dorfleben, Mundart | Kommentare deaktiviert

Nachtrag

Und wie ist es der Dre­schma­schi­nen­gar­ni­tur ergan­gen? Als die Mäh­dre­scher auf­ka­men und die Dre­schma­schine nicht mehr gebraucht wurde, über­goss man Dreschkas­ten und Presse mit Ben­zin und zün­dete sie an. Es gab so viele leere Scheu­nen, wo man sie hätte abstel­len … Wei­ter­le­sen

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Von der Gaubahn

Weil ich mich heute mit der Bahn befasse, möchte ich einige wenige Erin­ne­run­gen nie­der­schrei­ben. Was war nicht alles los auf unse­rem Bahn­hof. Es ver­ging fast kein Tag, an dem nicht fünf bis zehn Wag­gons abge­sto­ßen wur­den. Da war ein­mal das … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter 1914–1918, 1919–1932, 1933–1938, 1939–1945, Eisenbahn, Erster Weltkrieg, Gaubahn, Technik, Zweiter Weltkrieg | Kommentare deaktiviert

Kriegsende und die Zeit danach

1. April 1945. Brände über­all, wohin man nur schaute Feuer. Die ame­ri­ka­ni­schen Pan­zer stan­den vor dem Dorf und die deut­schen Sol­da­ten lagen an der Wolks­häu­ser Straße. Ent­lang die­ser Straße fand man spä­ter in den Schüt­zen­lö­chern Gefal­lene. Es gab kei­nen Wider­stand … Wei­ter­le­sen

Veröffentlicht unter Arbeit, Landwirtschaft, nach 1945, Nachkriegszeit, Zweiter Weltkrieg | Kommentare deaktiviert