Archiv der Kategorie: 1899–1913

Das Kaisermanöver im Herbst 1910

Es war im Herbst 1910, und ich war 10 Jah­re alt. In den Wirts­häu­sern und im Dor­fe sprach es sich her­um, dass im Herbst in Unter­fran­ken ein gro­ßes Manö­ver statt­fän­de. Eines Tages kamen dann die Quar­tier­ma­cher ins Dorf, um für … Wei­ter­le­sen

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Die Juden in unserem Dorf

Wie­vie­le Juden gab es in unse­rem Dorf? Wel­cher Arbeit gin­gen sie nach? In der Nähe unse­res Hau­ses, in der Brun­nen­stra­ße, wohn­ten David, Sara, Miri­am und Schie­fel. Sie leb­ten in einem ver­wahr­los­ten Hau­se. Nach ihrem Tode wur­de es abge­ris­sen und der … Wei­ter­le­sen

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Die Veteranen von 1870/71

Beim Krieg 1870/71 waren von hier drei jun­ge Män­ner dabei. Das war ein­mal der Pfeuf­fers Hans Jörg; er ist ledig geblie­ben. Dann der Göbels Odl. Auch er blieb ledig. Er soll auf Wache vor dem Feind ein­ge­schla­fen sein. Bekannt­lich ruht … Wei­ter­le­sen

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Todesvorboten

Von frü­her her ist der Glau­be im Volk, dass sich beim Her­an­na­hen eines Todes­fal­les gewis­se Anzei­chen zei­gen. Wenn die Käuz­chen „Geh mit! Geh mit!“ schrien, wuss­te man, dass jemand ster­ben muss­te. Wenn die Pfer­de vor einem Haus, in dem ein Schwer­kran­ker … Wei­ter­le­sen

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Das Totenkäuzl

In mei­ner Jugend­zeit, vor der Flur­be­rei­ni­gung, gab es Käuz­chen und sons­ti­ge Nacht­vö­gel in rei­chem Maße. Kein Wun­der, im Wie­sen­grund stan­den vie­le Bäu­me, beson­ders alte Stock­wei­den, die mit den vie­len Höh­len zahl­rei­che Nist­plät­ze anbo­ten. All­abend­lich konn­te man den Ruf der Käuz­chen … Wei­ter­le­sen

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Kindheits- und Jugenderinnerungen

Am 20. Mai 1910 war der gro­ße Hagel­schlag, der alles ver­nich­te­te. Abends, gegen 18 Uhr, wur­de es dun­kel, dass wir die Lich­ter anbren­nen muss­ten. Auf ein­mal begann ein star­kes Rau­schen. Wir waren allein der Stu­be. Unse­re Mut­ter hat­te die Gewit­ter­ker­ze … Wei­ter­le­sen

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Feldarbeit

Die Arbeit des Jah­res lief im Rhyth­mus der Jah­res­zeit nach einem gewis­sen Plan ab. Gene­ra­ti­ons­lan­ge Erfah­run­gen spiel­ten dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Sobald im Früh­jahr die Fel­der abge­trock­net waren, begann man mit dem Kunst­dün­ger­streu­en. Er wur­de mit der Hand auf das … Wei­ter­le­sen

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Verschiedene Erinnerungen

Als ich sie­ben Jah­re alt war, muss­te ich daheim schon wacker mit­hel­fen, beson­ders in den Haupt­ar­beits­zei­ten. Bei der Heu­ern­te rech­te ich mit der Hand nach, bei der Getrei­de­ern­te brei­te­te ich die Stroh­sei­le aus und in der Kar­tof­fel­ern­te hieß es, Kar­tof­feln zusam­men­le­sen. … Wei­ter­le­sen

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Erinnerungen aus meiner Jugendzeit

Im Jah­re 1907 wur­de bei uns in Gau­kö­nigs­ho­fen der Kin­der­gar­ten gebaut. Der Platz gehör­te der Pfar­rei; es war ein Obst­gar­ten. Wäh­rend der Obst­zeit trie­ben wir uns Kin­der dar­in her­um. Da gab es aller­lei gute Sachen zum Naschen: Rot­ba­cki­ge Apfel und saf­ti­ge … Wei­ter­le­sen

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Die Dreschmaschine kommt

Wie freu­ten wir uns und welch ein Hal­lo gab es in unse­rer Kin­der­zeit, wenn es hieß: „Die Dresch­ma­schi­ne kommt!“ Eini­ge Tage zuvor wur­den in der Wirt­schaft die Dre­sch­num­mern gezo­gen, damit sich jeder Bau­er dar­auf ein­stel­len konn­te und sich kei­ner benach­tei­ligt … Wei­ter­le­sen

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