Über Konrad Dürr

Mein Groß­va­ter Kon­rad Dürr wur­de 1899 gebo­ren und erleb­te bis zu sei­nem Tod 1988 fast ein gan­zes Jahr­hun­dert vol­ler dra­ma­ti­scher Ver­än­de­run­gen in Gesell­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik. Kon­rad Dürr gehör­te einer Gene­ra­ti­on an, die die bei­den schreck­li­chen Welt­krie­ge und die schwie­ri­ge Zeit dazwi­schen durch­ma­chen muss­te. Trotz zahl­rei­cher Ein­schnit­te schaff­te er immer wie­der vol­ler Mut und Zuver­sicht, von vor­ne anzu­fan­gen. Bis ins hohe Alter war er kör­per­lich und geis­tig aktiv und viel­sei­tig inter­es­siert.

1983 begann er damit, sei­ne Lebens­er­in­ne­run­gen auf­zu­zeich­nen. Durch die Mit­hil­fe des dama­li­gen Kreis­hei­mat­pfle­gers Peter Hög­ler konn­ten sei­ne Erin­ne­run­gen 1987 in Buch­form ver­öf­fent­licht wer­den.

Kon­rad Dürr starb 1988, sein Buch ist inzwi­schen längst ver­grif­fen. Die Tex­te des Zeit­zeu­gen wer­den jetzt hier erst­mals wie­der ver­öf­fent­licht. So wird eine authen­ti­sche und leben­di­ge Quel­le für die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts einer brei­ten Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht.

Die ein­zel­nen Tex­te erschei­nen in der Rei­hen­fol­ge der Buch­pu­bli­ka­ti­on. Nicht über­all tei­le ich das Rechts­emp­fin­den und die mora­li­schen Ein­stel­lun­gen mei­nes Groß­va­ters. Den­noch wer­den alle Tex­te unge­kürzt und unkom­men­tiert als Blog­posts des Autors „Kon­rad Dürr“ ver­öf­fent­licht.
Ich bin mir sicher, er hät­te sich dar­über gefreut.
Ste­phan Dürr, 17.04.2011